Müllkinder

HGH Allgemein

Hunderte Kinder leben vom Müll. Schon 5-10 Jährige bekommen Geld dafür, auf dem Berg aus Müll wiederverwertbare Sachen zu sammeln. Dafür bekommen sie am Tag 50 Cent. Und für diese 50 Cent setzten sie jeden Tag ihre Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel. Viele sterben, einmal waren es 17 Kinder die gestorben sind, allein auf der Müllhalde in den Philippinen in einer einzigen Woche. An Tollwut, an giftigen Gasen, an Skorpionen, an dem Essen, das diese Menschen dort sammeln und verspeisen und manchmal kommt es vor, dass sie zermalmt werden von einem Bulldozer. Es wird auch gemordet. Wegen z.B.: einer Cola Dose – einer leeren Cola Dose. 40 Grad heiß ist es dort. Kupfer, Alu oder Plastik – jedes Kind weiß was das bringt. Dort suchen sie danach, ohne Handschuhe und barfuß, zwischen Scherben, Nadeln und Spritzen. Für sie sind auch die kleinsten Metallstücke wertvoll. Die ganze Gegend riecht nach verbranntem Plastik, Blut oder Bio-Abfall, was die Müllkinder nicht weiter stört, da sie sich schon daran gewöhnt haben. Auch der Müll der Krankenhäuser landet dort. Aber nicht nur das Mittagessen der Patienten, sondern auch amputierte Hände, Beine oder Arme. Einmal fanden sie sogar ein totes, neugeborenes Baby. Das ist das Leben im Müll. Und wir sind dafür zuständig, denn wir produzieren das alles.

Zahnbürsten, Kleider, Seifen, Holz für die Häuser oder Medizin –  die Menschen benutzen das, was sie aus dem Müll ziehen. Diese Kinder wollen alle viel lieber auf die Schule gehen, aber ihre Eltern wollen, dass sie auf der Mülldeponie arbeiten, damit die Familien ein wenig Geld in die Hände bekommen. Und während die Kinder in den Philippinen betteln, in die Schule gehen zu dürfen, wollen hier in Europa die Jugendlichen nur noch eines: Schulfrei.

 

(Lukas, 6b)

 

 

Quelle: https://youtu.be/_zIzLf4mXdU